Am 6. Januar ab 21 Uhr im soundeck: Jazz von Blue Apple.
soundeck am 4. November 2010: TINY TIM
Zwischen 15 und 17 Jahren werden die Nachwuchs-Durchstarter von Tiny Tim bei ihrem Soundeck-Auftritt sein: Sänger und Bassist Adrian Ludwig aus Wessobrunn, Schlagzeuger Ludwig Wandinger aus Weilheim und Gitarrist Julian Jaser aus Peißenberg haben innerhalb der vergangenen eineinhalb Jahre für Aufhörens gesorgt. Der momentan jüngsten Band aus dem Landkreis hört man ihr Alter nämlich nicht an – ganz im Gegenteil. Von emotionaler T…iefe bis ungebändigter Lust am Groove über lautem Rock, von Melancholie bis Melodieverliebtheit reicht ihr Spektrum. Den musikschulischen Hintergrund verleugnen die Jungs nicht, und wagen sich gern auch an Jazziges. Und obwohl sich die Band schwer damit tut, Vorbild-Bands zu nennen (Ludwig Wandinger: “Man muss ja nicht immer alles gleich in Schachteln verpacken.”), nennt das Trio Bands wie Radiohead oder Slut als Inspirationsquellen, bemüht sich aber, nicht zu kopieren. Tiny Tim haben den Bandcontest des Juze Peißenberg gewonnen und stellen sich der nächsten Herausforderung: ihren Alternative-Funk auch unplugged zu präsentieren.
soundeck am 2. September 2010: CRAIG GERBER
(Indie-Folk) – Nach über 20 Jahren in Indie-Rock-Bands im amerikanischen Westen sowie im bayerischen Voralpenland hat sich Craig Gerber selbstständig gemacht. Das ist in mehrerlei Hinsicht ein Fortschritt, was nicht heißen soll, dass die Seattle-affinen Alternative-Rocker Process Blue oder seine deutsche Indie-Rock-Band Bellibone schlecht gewesen wären.
Im Gegenteil: Es ist eher das viele positive Feedback seiner Fans, das Craig Gerber den Mut hat finden lassen, die staubige Musikstraße allein mit einem Gitarrenkoffer hinabzuschreiten. Wer auf tiefgründigen Folk zwischen Bob Dylan, Nick Cave und Jack Johnson steht, sollte den Soundeck-Gig anlässlich der Veröffentlichung der ersten Solo-CD des bayerischen Amerikaners namens “Time Has Come” (BSC/R’n'D) nicht versäumen.
soundeck im Weilheimer Tagblatt
Weilheimer Tagblatt vom 13. Juni 2010:
»Gemütliche Ecke für gute Musik
Heißer Auftakt einer Konzertreihe, die schon mit der ersten Runde ihr erstes Ziel erreichte: Weilheims Musikszene zu bereichern. Die Reggae-Band „Ska Jah“ eröffnete an einem perfekten Sommerabend das „Soundeck“ im Weilheimer Bistro „Sonnendeck“ – wo beste Stimmung zu den lässigen Offbeats herrschte, die auch dann noch nach Jamaika klingen, wenn Hansi Rohm & Co. auf Bairisch singen… Alle zwei Monate bietet das „Soundeck“-Team – Sarah Stiller, Florian Mangold, Christoph Ulrich und Johannes Meyer – künftig eine Bühne für handgemachte Musik: das nächste Mal am Donnerstag, 2. September, 21 Uhr, für den Songwriter Craig Gerber. «
Text: Magnus Reitinger
Bild: Emanuel Gronau
Im soundeck-Rückspiegel: Ska Jah
Donnerstag, 8. Juli: Roots Rock Reggae aus Weilheim
Rein optisch war die Sache schon geklärt, noch bevor der erste Ton gespielt wurde: Rasta is de future, also, wenigstens die allernächste Zukunft im Sonnendeck. Die “soundeck”-Reihe stand kurz vor ihrer Feuertaufe, die gar nicht so kleine Vierquadratmeterbühne ward errichtet, und schon blickte der Reggae-Pate höchstselbst, Bob Marley, nachdenklich in die Menge. Genau genommen tat das sein Konterfei, das sich die Weilheimer Reggae-Haudegen Hansi Rohm und Tobi Klattig, die Kernbesetzung von Ska Jah, in Form einer Flagge über den Keyboardständer gehängt hatten. Kurz darauf drangen chillige Off-Beats und luftige Saxofon-Klänge durch die Pöltner Straße und wehten bis vor zum Weiheimer Kirchplatz: die soundeck-Reihe war mit dem ersten Song, pardong, dem ersten Akkord, aus der Taufe gehoben. Und es darf durchaus von einem kleinen, aber feinen Erfolg gesprochen werden: Ein wunderbar warmer Sommerabend, ehrlicher Unplugged-Reggae von fünf äußerst versierten Musikern, sehr angenehmes Sachverständigen-Publikum und drei Veranstalter, die sich wie die Schnitzel freuten. Zum Beispiel über so kleine Momente wie: “Der spricht mir aus der Seele, Mann!”, gesagt von der relaxed zurückgelehnten Dancehall-DJ-Prominenz, dem Selectah Chrischi, der es sich höchstselbst gegenüber der Bühne bequem gemacht hatte und an den bairischen oder englischen Lyrics von Hansi Rohm ordentlich Gefallen fand. Und selbst unser Chef strahlte angersichts des eineinhalbstündigen Roots-Reggae-Reigens vor angetanem Publikum aus jedem Knopfloch: Einen tiefenentschleunigten Abend nannte er den Soundeck-Auftakt – und dem ist eigentlich nix hinzuzufügen. Das Konzept, das bisher nur in unseren Köpfen funktioniert hat, hat Gestalt angenommen und funktioniert hunderprozentig so, wie wir uns das erhofft hatten. Vom freien Eintritt bis zum angenehmen Donnerstagabend-Event bis hin zur fairen Hutspende. Keine Ecken, keine Kanten, eine runde Sache. Klar, dass wir die kommenden Abende jetzt erst recht gar nicht mehr erwarten können und uns recht dringend wünschen, dass sie genauso schön verlaufen wie dieser erste Abend.
Flo, Major, Sarah & Christoph
soundeck am 8. Juli 2010: SKA JAH
(Roots Reggae) – Ob sich Ska Jah eher in der musikalischen Nähe zu Nesta Marley, Peter Tosh oder Burning Spear zwischen die Stühle gesetzt haben oder bei der Session mit Hans Söllner vermutet werden dürfen? Das ist Hansi, Tobi, Günther, M
ini, Christoph, Stefan und Janine herzlich egal. Für das siebenköpfige Kollektiv um Songwriter Hansi Rohm ist Reggae Einstellungssache, Lebensinhalt und Philosophie zugleich. Deswegen ist Ska Jah auch die dienstälteste, pardon, erfahrenste Reggae-Combo in der Region. Rootsiger Reggae mit Texten auf Englisch und Bairisch und ordentlich Zunder: das ist Ska Jah seit 1994. Logisch, dass so eherne Haudegen im Dienste des Offbeats auch ohne Verstärker gut klingen – in wechselnder Besetzung, immer zu dritt auf der soundeck-Bühne. Das Eröffnungskonzert beginnt um 21 Uhr.
was ist soundeck?
Seit es das sonnendeck gibt, hat Kultur einen festen Stellenwert. Neben Bildern moderner Maler legen bisweilen DJs auf und nicht selten spielen Bands. Dabei hat sich herausgestellt, dass unverstärkte, handgemachte Musik prima ins sonnendeck passt – wieso also nicht eine Musikreihe machen?
Der Rahmen ist einfach: Die Künstler müssen mit vier Quadratmeter Bühne auskommen, verstärkt wird allenfalls mit einer kleinen Anlage. Unterstützt wird ausdrücklich handgemachte Musik und Songwritertum – und schon bei den ersten Überlegungen war klar, wie viele Künstler dafür in Frage kommen. Nicht erst, seitdem die 95-Dezibel-Regel im Landkreis die lokale Musikszene in die Knie gezwungen hat, herrscht in Weilheim großer Bedarf nach Auftrittsmöglichkeiten.
Die soundeck-Unplugged-Reihe will diesem Zustand ein Ende setzen. Zudem soll sie Musiker unterstützen, die Musik um der Musik willen machen; nicht allein deswegen ist der Eintritt frei – nach den Konzerten wird mit Hut gesammelt. Ob für einen guten Zweck oder für die Band – entscheiden die Musiker selbst.
Wir wünschen viel Spaß!


